Freitag, 28. Juli 2017

Am Nigardsbreen Gletscher

Wir sind am Nigardsbreen Gletscher angekommen. Der Nigardsbreen macht etwa 10 % der Fläche des Jostedalsbreen aus.

Wir wollen mal wieder wandern... Ich weiß gar nicht was los ist, hatten wir uns doch in Frankreich an die alte Truckerregel gehalten "Laufe nie weiter als dein Wagen lang ist!".

Nunja, es macht Spaß und sonst kommen wir halt nicht zu den schönen Orten. Also liefen los und es ging mal wieder über Geröll, Felsen und Wanderpfade hoch zum Gletscher rauf.

Ein beeindruckender Anblick, so ein Gletscher. Losgelaufen waren wir in recht dicker Kleidung, schien ja kühl zu sein. Aber nach ein paar Meter Steigung im unwegsamen Gelände zogen wir uns dann doch wieder bis zum T-Shirt aus. :-)

Wir konnten relativ nah an den Gletscher heran. Welche Wassermassen da heraus schießen ist einfach unglaublich. Und welche Kälte uns aufmal wieder umgab... Nunja, also Jacken wieder an.

Auf dem Rückweg gab es etwas Regen, was den Pfad über den glatt geschliffenen Fels nicht gerade einfacher machte. Gut verschwitzt kamen wir am Auto an und machten uns auf, einen Schlafplatz zu suchen.

Vorbei an Sogndal, hin zum Nigardsbreen Gletscher

Von Kaupanger fuhren wir an Sogndal vorbei, durch Gaupne zum Nigardsbreen Gletscher, welcher eine Gletscherzunge des Jostedalbreen Gletschers ist, also vom größten europäischen Festlandgletscher.
Aber zunächst durchfuhren wir erstmal schöne Landschaften und Täler mit türkis schimmernden Wildwasserflüssen.

Stabkirche Kaupanger

Nächster Halt, die Stabkirche in Kaupanger.

"Die Stabkirche in Kaupanger wurde um 1150 erbaut, ist mehrmals restauriert worden und wurde über 850 Jahre lang ununterbrochen als Pfarrkirche genutzt.  Der Kirchenraum wird von 22 Pfählen, den sogenannten “Stäben” getragen, was die höchste Zahl an Pfählen ist, die jemals in einer Stabkirche festgestellt wurde."

Ich habe mir mal den Eintritt von umgerechnet knapp 7€ gegönnt und mir die Kirche von innen angesehen. Christian hat derweil die Sonne draußen genossen. :-)

Die Bänke in der Kirche und die unteren Fenster wurden erst später installiert. Früher stand man während der Messen und es gab kaum Licht von draußen in der Kirche. Auf jeden Fall mal einen Besuch wert.

Fähre von Fodnes nach Mannheller

Kurz nach Laerdal ging es dann auf die Fähre von Fodnes Richtung Mannheller, um im weiteren Verlauf Kaupanger zu erreichen.

Auf der Fähre wird immer nach Fahrzeugart sortiert, Wohnmobile hier, normale Autos dort und Sonstige hier. Wir gehören mit unserem Wagen zu den Sonstigen und konnten in der Pole-Position Platz nehmen. Diesmal fuhr mir auch keiner meine Kotflügel platt, daher war's eine recht schöne Fahrt auf dem Laerdalsfjord.

Mittagspause in Laerdal

Wieder im Tal war der nächste Ort Laerdal, wo wir eine kleine schöne Ecke für eine Mittagspause fanden.
Nachdem wir die letzten Mittagspausen eher kurz oder gar nicht hielten, gab es nun eine 5-Minuten Terrine. :-)

Über die Aurlandsfjellet Touristenstraße

Nach dem Stegastein ging es die Straße weiter hoch, denn sie führt direkt zum Aurlandsfjellet.

"Die Aurland-Straße führt über das karge Hochplateau Aurlandsfjellet, das Schnee, Steine und Grasbüschel zu bieten hat.
Die norwegische Landschaftsroute Aurlandsfjellet verläuft zwischen Aurlandsvangen und Lærdalsøyri und hat eine Länge von 47 km."

Eine willkommene Abwechslung zum sehr grünen Norwegen, wo selbst die meisten Felsen von Moos überzogen sind. Die Straße windet sich über die Hochebene und nach jeder Kurve hat man neue fantastische Ausblicke.

Ein paar davon hier... ;-)

Auf zum Stegastein

"Stegastein ist ein Aussichtspunkt, von dem aus Sie eine fantastische Panoramaaussicht über den Aurlandsfjord haben.

Stegastein liegt entlang der Gebirgsstraße zwischen Aurland und Lærdal und gehört zum Projekt Norwegische Landschaftsrouten. Das Bauwerk, das 30 Meter über die Bergwand hinausragt, 650 Meter über Aurland und dem Fjord ist für sich schon einen Besuch wert."

Wieder mal vom Reiseführer geklaut, aber das trifft es ganz gut. Eine Plattform hoch oben über dem Fjord war unser nächstes Ziel. Gefertigt aus Holz mit einer Abschlusswand aus Glas, um auch runterschauen zu können. :-)

Ein wirklich schöner Ausblick, das Wetter hätte etwas besser sein können, aber wir wollen ja nicht meckern, denn etwas blauer Himmel zeigte sich.


Was ein Tag, aber erstmal Flam

Heute ziemlich viele Eindrücke und Erlebnisse... Aber fangen wir vorn an.

Zunächst mal stand der kleine Ort Flam auf dem Plan. Hier fährt die Flambahn ab, wozu der Reiseführer schreibt:
"Die Flåmbahn gehört zu den spektakulärsten Zugreisen der Welt und ist eine der bedeutendsten Attraktionen in Norwegen. Der Zug fährt am Ende des Aurlandsfjords, einem Nebenarm des Sognefjords, los und hinauf ins Gebirge zur Bahnstation Myrdal."

Zudem tauchte bei der Einfahrt in den Ort noch ein großes Kreuzfahrtschiff vor uns auf, das hatten wir bisher auch noch nicht so gesehen. Schon beeindruckend, wie ein solch großes Schiff hier im kleinen Hafen liegt.

Die Flambahn und einen der alten Triebwagen konnten wir auch noch entdecken, obwohl wir uns nun nicht gerade lange aufhielten. Als nächstes stand nämlich die Aurlandsfjellet Touristenstraße auf dem Plan. Und auf dem Weg dorthin der Stegastein, eine Aussichtsplattform über dem Fjord. Aber nun erstmal Bilder von und aus Flam.

Frühstück, dann geht's los Richtung Flam

Gerade hatten wir wieder ein schönes Frühstück. Heute Nacht hat es etwas geregnet, nun ist es erstmal wieder trocken.
Gleich bauen wir unser Lager ab und machen uns auf nach Flam, wo die berühmte Flam-Bahn durch die Berge startet.
Danach wollen wir nicht den längsten Straßentunnel der Welt nehmen, den Laerdalstunnel, sondern über die darüber liegende Touristenstraße Aurlandsfjellet fahren. Hier dürfte uns eine recht karge Landschaft erwarten. Schauen wir mal. :-)